Alles über Zucker

ZuckVerstreuter Zucker im Sieber ist ein Kohlenhydrat und hat einen hohen Kaloriengehalt. Der Energielieferant kommt in der Natur in den verschiedenen Formen vor. Zucker oder Haushaltszucker wird in der Fachsprache als Saccarose bezeichnet. Gewonnen wird er aus Zuckerrohr oder wie in Deutschland aus Zuckerrüben. Aktuell wird darüber diskutiert, ob Zucker ein Gesundheitsrisiko bei einem Verbrauch von 30kg pro Kopf in Deutschland und den USA besteht.

Zucker hat viele Namen und es gibt viele verschiedene Sorten wie Kristallzucker, Puderzucker, Würfelzucker oder Kandis. Vorallem in westlichen gesellschaften ist der Konsum von raffiniertem Zucker zum täglichen Nahrungsbestandteil geworden.

Kritiker werden vor, dass der tatsächliche Zuckergehalt eines Produktes häufig vor Konsumenten absichtlich „versteckt“ wird. Dazu wird in der Zutatenliste des Etiketts nämlich dieser nicht als solcher deklariert sondern bspw. als Saccharose oder Glukosesirup. Glukosesirup gilt als billiger Ersatz für Haushaltszucker und ist nicht weniger gefährlich. Oft werden auch

  • reiner Traubenzucker (Glucose),
  • Fruchtzucker (Fructose),
  • Milchzucker (Laktose) oder
  • Malzzucker (Maltose)

als Tarnung verwendet. Faustregel: alles was auf „-ose“ endet ist „versteckter“ Zucker. Bei all diesen handelt es sich ebenfalls um raffinierte Industriezucker nur aus anderen Ursprung wie Milch oder Früchten. In den USA ist Maissirup sehr weit verbreitet und wird oft als Ursache von Fettleibigkeit und einigen anderen Erkrankungen vermutet.

Fruchtzucker (Fructose) klingt viel gesünder und wird deshalb von vielen als „besserer“ Zucker erachtet. Jedoch hat es den selben Energiehaushalt wie Kristallzucker. Deshalb müssen auch Diabetiker Fruchtzucker wie normalen Zucker berechnen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung weist darauf hin, dass auch ein Übermaß an Fruktose in der Ernährung die Entwicklung von Fettleibigkeit begünstigt.

Künstliche Süßstoffe wie Aspartam, die synthetisch hergestellt werden sind in vielen Softdrinks und Kaugummis enthalten. Es gibt immer wieder Diskussionen, ob künstliche Süßstoffe gesundheitsgefährend sind und stehen im Verdacht Krebs auszulösen. Aspartam wurde in Deutschland 1990 zugelassen mit einer Tagesdosis von 40 Milligram pro Kilogramm Körpergewicht.

Natürliche Süßstoffe wie Stevia gelten als gesunde und natürliche Alternative zum Zucker und künstlichem Süßstoff. Das zerkleinerte Blatt der Stevia Pflanze ist rund 30 mal süßer als die gleiche Menge Haushaltszucker. Bei Extraktion der Süßstoffe erhält man Steviosid, der 250- 300 oder Rebaudiosid-A, das 300 – 450 mal süßer als Zucker ist.

Der Rohstoff Zucker hat sich im zurückliegenden Jahr hat um rund 50 Prozent verteuert (Stand: 03.07.2016). In der vergangenen Woche haben ein knappes Angebot und die Aufwertung der brasilianischen Währung den Zuckerpreis auf den höchsten Stand seit etwa dreieinhalb Jahren getrieben. Ähnlich sieht das Problem bei Stevia aus: hohe Nachfrage und währungsbedingte Einflüsse verteuern die Beschaffungskosten für Steviolglykoside und Rebaudiosid-A seit bereits mehreren Jahren. Schuld an der aktuellen Misere sind zudem Regen und Frost.